Lernen macht Spaß

Das letzte Jahr in der Kita ist ein ganz besonderes Jahr für unsere Großen. Ihre Selbstständigkeit und ihr Selbstbewusstsein sollen in diesem Jahr, bevor es für sie in die Schule geht, besonders gestärkt werden.

DSC07660

Im August erhalten die Kinder ihre lange ersehnte Vorschulmappe, das Schlampermäppchen mit den Buntstiften, dem Bleistift und einem Anspitzer. All dies sollen sie nun selbstständig und alleine verwalten. Die Materialien sind ein Zeichen dafür, dass sie nun die Größten im Haus sind. Die Kinder sind stolz auf ihre Vorschulmappe und arbeiten gerne daran. Die einzelnen Blätter haben unterschiedliche Aufgaben. Neben Ausmalbildern mit Formen, Farben und den ersten Zahlen, gibt es Suchbilder, Zuordnungsaufgaben, Jahreszeitenblätter und Malaufgaben zu bestimmten Themen. Die Kinder lernen konzentriert und verantwortungsvoll Aufgaben zu erledigen, sich diese gut einzuteilen, aber auch immer ein Ziel vor Augen zu haben.

Wir wünschen allen Vorschulkindern ein spannendes und erlebnisreiches Vorschuljahr!

Ausflug zum Mühlenbusch

Der erste Ausflug führte die Kinder traditionell zum Mühlenbusch in den Süden der Stadt Neuss. Der Wald bietet tolle Spiel- und Klettermöglichkeiten. Es gibt umgestürzte Bäume, viele Äste und dicke Zweige und vieles zu entdecken.

Die Kinder bewegen sich selbstständig in der näheren Umgebung und genießen ihre Freiheit. Auch das gemeinsame Wandern in der Gruppe macht den Kindern Freude. Nicht allen ist das Laufen und Vorankommen durch den Wald vertraut. Da gibt es manche Stolperfalle, Äste, Bäume und Waldpflanzen, die den Weg versperren.

DSC07790

Immer wieder fanden sie Zeit und Muße um ihr leckeres mitgebrachtes Picknick zu genießen. Da gab es leckere Brote, Obst und Gemüse.

Wir beobachten immer wieder das unsere Großen die Ausflüge sehr genießen. Sie sind stolz darauf schon vieles selbstständig und alleine zu bewältigen! 30 neugierige Vorschulkinder freuen sich auf ein Jahr mit vielen neuen Eindrücken, Erlebnissen und Ausflügen!

Auch die Erzieherinnen erleben dieses letzte Jahr vor der Einschulung mit den Kindern als ein Besonderes. Sie beobachten in dieser Zeit die großen Entwicklungsschritte der Kinder. Nach und nach wachsen sie in ihre neue Aufgaben hinein. Sie sind nun die größten und ältesten Kinder im Haus. Sie werden selbstständiger und selbstbewußter und sind nun die Vorbilder der „Kleinen“.

Hier sind wir! Anleitung zum Leben auf der Erde!

Im September treffen sich die Vorschulkinder zum ersten Mal um das Thema der Vorschularbeit kennenzulernen. Frau Schlepütz und Frau Lüken haben sich etwas Besonderes ausgedacht um den Kindern die Inhalte nahezubringen.

Wir haben die Kinder in 3 Gruppen eingeteilt, so kommen immer 10 Kinder in jeder Gruppe zusammen. Zunächst versammeln alle sich im Turnraum um den blauen großen Kreis, der mit Tüchern abgedeckt ist. Hier wird nun die Frage erörtert „Wo sind wir hier?“. Die Kinder finden viele interessante Antworten auf die Frage, die immer weiter ausgebaut wird! (Im Turnraum, im Blauen Haus, in Neuss, in Deutschland, auf der Welt, auf der Erde).

Dann werden die grünen Tücher vom Kreis abgedeckt und die Erde mit verschiedenen Erdteilen und Meeren kommt zum Vorschein.

Auf die Frage „ Was gibt es noch um uns herum“ wissen die Kinder einiges zu berichten. Es gibt die Sonne, die Sterne und den Mond. Auch andere Planeten können einige Kinder benennen, unter anderem den „Mars“.

Frau Schlepütz stellt die Frage in den Raum „Können wir denn nur auf der Erde leben oder auch auf anderen Planeten?“ Und sie fragt die Kinder, ob sie Lust haben, dies gemeinsam herauszufinden. Wie aber könnte das gehen, wie kommt man zu den Planeten? Die Kinder haben sofort die Idee, dass man mit einer Rakete ins Weltall starten könnte und zum Glück ist eine Raketenbasisstation ganz in der Nähe. Nachdem alle Kinder ihren Raumanzug angezogen haben startet die Rakete.

Als erstes wird der „Mond“ angesteuert. Dort ist nur Staub und Gestein zu sehen, es gibt kein Wasser, keine Bäume und keine Pflanzen. Auch das Atmen ist nicht möglich, weil es keinen Sauerstoff gibt. So nimmt das Raumschiff wieder Fahrt auf und macht sich auf den Weg zur „Sonne“. Hier ist es viel zu heiß! Nein, ein Leben auf der Sonne ist nicht möglich. Das Raumschiff macht sich auf die Reise zum „Mars“. Viele Kinder kennen den roten Planeten. Dort ist es eisig kalt, kälter als im Kühlschrank und der Gefriertruhe – nein, dort kann man auch nicht leben.

So machen die Kinder sich wieder zurück auf den Weg zur Erde in die Kita. Dort angekommen stellen sie noch einmal fest, dass es gut ist hier zu leben. „Aber was brauchen wir alles um auf der Erde gut leben zu können?“

Die Kinder erarbeiten anhand von Anschauungsmaterial, das nach nach auf den Planeten „Erde“ gestellt wird, was wichtig ist, damit es uns auf der Erde gut geht.

Die Kinder konnten viele Beispiele zu all diesen Dingen erzählen. Mit Eifer und großem Interesse waren sie bei der Sache, jeder konnte etwas dazu beitragen. Zum Abschluss dann die Erkenntnis „Alles das brauchen wir und die anderen Menschen um gut und noch lange auf der Erde leben zu können. Damit das aber so bleibt müssen wir die Erde schützen und achtsam mit ihr umgehen!“

Dieses Thema wird uns im Vorschuljahr beschäftigen. „Was können wir tun, damit die Erde gesund bleibt?“ Spontan kamen schon die ersten Vorschläge der Kinder wie Müll trennen und aus alten Sachen neue Sachen machen!

Kreativarbeit  „Leinwand“

Im Laufe der Vorschulzeit bieten wir den Kindern verschiedene kreative Arbeiten an. Unter anderem gestaltet jedes Kind zu Beginn des Vorschuljahres einen Keilrahmen. Im großen Holzrahmen nebem dem Büro und gegenüber TP 5, ist für jedes Kind mit einem Foto ein Platz vorgemerkt. Auf die erste Leinwand wird ein Selbstportrait gemalt. 

Die Kinder malen mit Abtönfarbe zunächst den Keilrahmen mit der Hintergrundfarbe an. Dann werden die Bilder mit dem Fön getrocknet bevor der nächste Arbeitsschritt gemacht werden kann.

Jedes Kind hat eine Vorstellung von sich. Zunächst betrachtet es sich noch einmal genau im Spiegel. Wie sehe ich aus? Was für eine Frisur habe ich heute! Welche Augenfarbe ich?  Die Erzieherin hilft die Farben anzumischen bis sie den Wünschen der Kinder entsprechen. Dann geht es an die Fertigstellung des Kunstwerkes.

So entstehen ganz persönliche Portraits der Kinder, die die großen Bilderrahmen füllen. Auch Familienbilder sind in diesem Rahmen untergebracht und locken manchen Betrachter an.

„Meine Familie, ich und das Corona-Virus“

Wir treffen uns erneut mit den Vorschulkindern in der Turnhalle. In einer Gesprächsrunde im kleinen Kreis erörtern wir mit den Kindern, wie wichtig es ist eine „Familie“ zu haben.

Wozu braucht man andere Menschen? Hier stehen Argumente wie „Einsamkeit“, „Traurigkeit“, „gegenseitige Hilfe“, „gemeinsam lachen und spielen“, „für Essen und Kleidung sorgen“, „sich um einander kümmern“ im Vordergrund. Symbolisch legen wir ein großes Haus mit vielen Tüchern und Biegepüppchen auf unseren blauen Erdkreis.

„Welche Krankheit bestimmt im Moment unser Leben?“, das fragen wir die Kinder. Die Antwort kommt schnell: “Das Coronavirus!“

Die Kinder wissen schon viel darüber und berichten von ihren Erfahrungen. Erwachsene und Schulkinder müssen Masken tragen. Husten und Niesen nur in die Armbeuge, ein gebrauchtes Papiertaschentuch in der grauen Tonne entsorgen.

Abstand halten ist wichtig! Die Kinder zeigen uns welcher Abstand nötig ist und wir sehen, dass sie dies noch überhaupt nicht einschätzen können. Mit einer Latte von 1,50m können sie die Größe abmessen!

Auch auf den Boden geklebte Abstandslinien an den Einkaufskassen sind ihnen vertraut. Wir stellen uns an unseren Linien wie im Laden auf. Da steht man ganz schön weit von den anderen entfernt.

Anschließend machen wir noch eine Abstandsübung. Mit ausgebreiteten Armen laufen alle schnell durch den Raum. Wie schwierig ist es da doch Abstand zu halten, wenn alle Leute eilig unterwegs sind!

Wir setzen uns wieder um unseren Erdkreis! Was ist als erstes zu machen, wenn man nach Hause kommt. Die Kinder wissen es genau! „Gründlich Hände waschen!“ Auch über die Länge des Waschens wissen die Kinder Bescheid. Zweimal „Happy Birthday“ singen. Zunächst machen wir noch einmal eine Trockenübung!

Danach gibt es für alle Kinder einen CORONA-Stempel. Auch hier wissen die Kinder schon gut Bescheid. Wenn der Stempel am Abend nicht mehr zu sehen ist, hat man oft genug und gründlich die Hände gewaschen! Für jedes Kind steht eine Schüssel mit Wasser bereit!

Mit Spaß und Freude, aber auch sehr gründlich und konzentriert, sind die Kinder bei der Sache. Mit Papierhandtüchern trocknen sie ihre Hände ab.

Zum Abschluss gibt es für alle noch leckere Äpfel, denn gesundes Essen schützt vor Krankheit!

„Das Schulspiel“

Auch in diesem Jahr im November haben wir uns mit unseren Großen zum Schulspiel getroffen. Der Turnraum wurde für diesen Zweck für eine Woche in ein Klassenzimmer verwandelt. Die Kinder trafen sich in kleinen Arbeitsgruppen mit jeweils 5 Kindern und drei Erzieherinnen und dann wurde fleißig gearbeitet.

Zuerst hörten die Kinder die Geschichte von Frau Rosa und ihren Lieblingskleidern. Im Anschluss daran malte jedes Kind ein Bild zu der Erzählung und arbeitete dann in seinem eigenen Tempo an den nächsten Aufgaben weiter.

Aus vielen Buchstaben sollten die Kinder die Buchstaben auswählen, mit denen sie ihren Namen legen können. Die Holzzahlen von 1-9 sollen selbstständig angeordnet und anschließend benannt werden!

Ein Arbeitsblatt zum Fortsetzen von Musterreihen und bunten Farbmustern war ebenso eine Aufgabe für die Kinder. Auch hier waren die feinmotorischen Fähigkeiten sowie das Erkennen von logischen Abfolgen gefragt.

Neunmal das gleiche Bild auf der Legetafel? Erst beim genauen Betrachten entdeckt man beim Spiel „Schau genau“ die kleinen entscheidenden Unterschiede. Wer sich darauf konzentriert, kann schon bald die passenden Kärtchen richtig zuordnen.

Bei der folgenden Aufgabe sollten die Kinder die geometrischen Formen benennen und durften diese dann eine kurze Zeit anschauen. Anschließend sollen alle gemerkten Formen auf ein Blatt gemalt werden.

Zahlenkarten und Mengenkarten in die richtige Reihenfolge bringen war ebenso eine Aufgabe für die Kinder. Die meisten Vorschulkinder bewegen sich schon sehr sicher im Zahlenraum von 0-10. Viele können Mengen bis 6 simultan erfassen. Auch kleine Rechenaufgaben in diesem Zahlenraum finden ihr Interesse.

Zu den Sprachaufgaben gehörten das Nacherzählen eines kleinen Bilderbuches und Aufgaben zur Brain-Sprachbox. Aus Bausteinen mussten kleine Bauwerke aus Quadern und Würfeln gebaut werden.

Die Kinder waren mit viel Spaß und Freude bei der Sache. Noch liegen eine Monate in der Kita vor ihnen, in denen sie weiter ihre Fähigkeiten ausbauen werden um den Anforderungen in den Schulen gerecht zu werden.

Mein Weihnachtswunsch für dich

Mein Weihnachtswunsch

Jedes Jahr an Weihnachten lesen Mia und ihre Familie einen Brief, den ihr Opa einst geschrieben hat. Darin wünscht er sich für Mia eine bessere Welt, in der wir Menschen alles dafür tun, die Natur, unsere Erde und das Wohl ihrer Bewohner zu bewahren.

Dieses von Jim Field atemberaubend schön illustrierte Bilderbuch vermittelt kindgerecht zeitlose Werte. Bestsellerautor Michael Morpurgo erzählt eine berührende Geschichte mit dem Potenzial zum modernen Weihnachtsklassiker über die Wichtigkeit der Familie und des Generationenzusammenhalts, sowie über die Verantwortung, die wir für unseren Planeten, die Natur und die Zukunft unserer Kinder und Enkel tragen.

Auch im Dezember kamen wir noch einmal mit unseren Großen zusammen um an unserem Vorschulthema weiter zu arbeiten. Das Bilderbuch „Mein Weihnachtswunsch für dich“ ist dafür hervorragend geeignet und bietet Gelegenheit für viele Gespräche.

Die Kinder zeigten sich sehr interessiert an den Sorgen und Gedanken, die sich der Opa in der Geschichte macht. Natur und Umwelt liegen ihnen am Herzen. Sie konnten von ihren eigenen Erfahrungen berichten.

Wie wichtig ist es die Welt zu schützen, auf die Umwelt zu achten, mit Tieren, Pflanzen und Menschen achtsam umzugehen. Viel konnten die Kinder zum Thema „Müll“ beitragen. Auf diesem Gebiet brauchen Kinder die Hilfe und das Vorbild von Erwachsenen, die mit gutem Beispiel und korrektem Verhalten Kinder unterstützen. Damit es der Welt auch in vielen Jahren noch gut geht.

Die Kinder kannten die Aufgaben der Bäume genau. Sie wussten wie wichtig es ist Bäume, Wälder und Urwälder zu erhalten. Mit viel Engagement waren die Kinder bei der Sache. Eine Seite des Buches zeigt wie ein kleiner Baum gepflanzt wird und langsam wächst. Diese Idee wollen wir mit den Kindern umsetzen. Wir wollen viele Eichen pflanzen. Dazu braucht man Eicheln, Erde und kleine Tontöpfe. Dann geht’s an die Arbeit. Zunächst beschriftet jedes Kind seinen eigenen Blumentopf.

Danach etwas Erde in den Topf geben, eine Eichel auswählen, auf die Erde legen und anschließend das Töpfchen bis oben mit Erde befüllen.

Dann müssen die Töpfe mit der Erde noch gewässert werden.  Nun gilt es abzuwarten, ob aus jeder Eichel ein Pflänzchen entsteht, das dann zum Baum werden kann.

Alle Töpfe stehen auf dem kleinen Außengelände hinter dem Sinnesraum. Wir sind gespannt und beobachten mit den Kindern, was in den nächsten Monaten passiert!

DSC00531

Wenn aus jeder Eichel ein kleiner Baum wächst, können wir vielleicht im Sommer 30 neue Bäume pflanzen. Das wäre toll!

Weihnachten mit Astrid Lindgren

In CORONA-Zeiten können wir nicht mit unseren Großen, wie sonst immer in der Weihnachtszeit, ins Theater gehen. Deshalb überlegen wir uns eine Alternative. Wir planen eine Kinovorstellung im Turnraum.

P1020591

Hier ist ausreichend Platz und wir können auf genügend Abstand zwischen den Kindern achten.

DVD-Player und Beamer werden aufgebaut und wir nutzen eine große weiße Wand als Leinwand. Das schafft Kino-Atmosphäre! Die Kinder schauen zwei Weihnachtsfilme an. Wir haben die Filme „Lotta – Ein Weihnachtsbaum muss her“ und „Pippi und das Weihnachtsfest“ ausgesucht.

Inzwischen bereiten zwei Kolleginnen frisches Popcorn für die Kinder zu. Das füllen sie in kleine Brottüten!

Den Kindern gefällt die Kino-Aufführung! Zwischen den beiden Filmen gibt es eine Pause. Jetzt wird das frisch zubereitete Popcorn verteilt. Die Kinder sind begeistert!

Nachdem alles verputzt ist, schauen sich die Kinder den zweiten Film an. Ein schöner Vormittag für unsere Großen und ein toller Abschluss für unsere Vorschulkinder vor Weihnachten!

Am nächsten Tag malen die Kinder noch tolle Bilder zu den Filmen, die wir in den Jahresheften der Kinder abgeheften werden.